Löwen stark ersatzgeschwächt ohne Chance in Bernau

Zweites Spiel der Viertelfinalserie bereits am Sonntag um 16:00

Löwen stark ersatzgeschwächt ohne Chance in Bernau

Die Hertener Löwen haben das erste Spiel der Playoff-Viertelfinalserie beim SSV Lokomotive Bernau deutlich verloren. Beim 97:51-Auswärtsspiel in der Sparkassen-Arena Bernau war das Team von Headcoach Robin Singh chancenlos. Dabei mussten die Löwen jedoch gleich auf vier Leistungsträger verzichten, was sich über die gesamte Partie hinweg bemerkbar machte. Beruflich verhindert fehlten David Ewald, Faton Jetullahi, Tarik Jakupovic und Dario Fiorentino. Dies zeigte sich vor allem zu Beginn beim Spielrhythmus und in der Abstimmung. Trotz der klaren Niederlage verfolgten rund 70 bis 100 Fans das Spiel beim Public Viewing in der Schwarzkaue und sorgten für eine durchweg positive Stimmung.

Spielverlauf

Der Start in die Partie verlief aus Sicht der Löwen denkbar ungünstig. Bernau setzte die Gäste von Beginn an stark unter Druck und kam so zu vielen einfachen Punkten. Nach fünf Minuten lag Herten bereits mit 15:4 zurück. Besonders die defensive Abstimmung bereitete große Probleme. Hinzu kam eine herausragende Trefferquote der Bernauer, alle Dreierversuche im ersten Viertel fanden ihr Ziel. Kombiniert mit einer starken Präsenz unter dem Korb spielten die Gastgeber ihre körperlichen Vorteile konsequent aus. Die Löwen hingegen fanden offensiv kaum Lösungen und mussten sich mit einem deutlichen 32:6-Rückstand zur ersten Viertelpause abfinden.

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Hertener deutlich verbessert. Mit mehr Zug zum Korb und besseren Entscheidungen im Angriff verkürzten sie den Rückstand zwischenzeitlich etwas (34:12 nach zwei Minuten). Doch Bernau hatte die passende Antwort parat und erstickte jeden Ansatz im Keim. Dennoch zeigte sich eine klare Steigerung im Spiel der Gäste. Die Defensive stand stabiler, und auch offensiv agierte das Team variabler. Das zweite Viertel verlief insgesamt deutlich ausgeglichener, ging jedoch mit 21:15 ebenfalls an die Gastgeber. Zur Halbzeit lag Herten mit 53:21 zurück.

Der Start ins dritte Viertel gehörte klar den Gästen, die innerhalb weniger Minuten auf 57:30 verkürzten und Bernau zur ersten Auszeit zwangen. In dieser Phase agierten die Hertener aggressiver in der Verteidigung, wacher im Ballvortrag und insgesamt deutlich engagierter. Auch wenn Bernau in dieser Phase etwas Tempo herausnahm, begegneten die Löwen dem Favoriten nun auf Augenhöhe. Das dritte Viertel gestalteten sie ausgeglichen, dennoch ging es mit einem 73:37-Rückstand in den Schlussabschnitt.

Im letzten Viertel kontrollierten die Gastgeber das Spielgeschehen souverän. Die Löwen konnten den Rückstand nicht mehr verkürzen. Stattdessen baute Bernau seinen Vorsprung kontinuierlich weiter aus und brachte den deutlichen 97:51-Erfolg souverän über die Zeit.

Fazit

Die Hertener Löwen müssen sich im ersten Viertelfinalspiel klar geschlagen geben. Schon im ersten Viertel stellte Bernau die Weichen auf Sieg. Nicht überraschend machten sich die personellen Ausfälle deutlich bemerkbar. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Reaktion des Teams ab dem zweiten Viertel. Mit mehr Einsatz, besserer Defensive und klareren Offensivaktionen hielten die Löwen phasenweise gut dagegen, zeigten Moral und versuchten den Rückstand in Grenzen zu halten.

Wer das Spiel nicht live verfolgen konnte, hat wie gewohnt die Möglichkeit, die Partie auf SportEurope.TV anzuschauen.

Stimme zum Spiel

Cheftrainer Robin Singh zeigte sich nach der Partie realistisch und ordnete die Niederlage entsprechend ein: „Ohne vier Stammspieler hat es heute einfach nicht gereicht. Uns hat vor allem die Ordnung im Spiel gefehlt. Trotzdem hätten wir es gerade im ersten Viertel deutlich besser machen müssen. Das Team ist natürlich frustriert, weil wir uns heute trotzdem klar unter Wert verkauft haben.“

Gleichzeitig richtete Singh den Blick nach vorne: „Das Gute ist, dass es kein Hin- und Rückspiel ist. Mit einem Sieg am Sonntag können wir die Serie ausgleichen und ein drittes Spiel erzwingen. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken und nach vorne zu schauen. Am Sonntag wird die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.“

Ausblick auf Spiel 2

Bereits am Sonntag (26.04.2026, 16:00 Uhr) steht in der Rosa-Parks-Halle das zweite Spiel der Serie an. Dann wollen die Löwen mit vollständigem Kader den Favoriten ärgern. Die Ausgangslage ist klar, mit einem Heimsieg würde Herten ein entscheidendes drittes Spiel erzwingen, während eine weitere Niederlage das Saisonende bedeuten würde.

Trotz der deutlichen Pleite bleibt die Vorfreude auf ein intensives Playoff-Spiel vor heimischer Kulisse groß. Die Mannschaft setzt dabei auf die Unterstützung ihrer Fans, um gemeinsam zurück in die Serie zu finden. Kommt alle in die Halle – kommt alle in Weiß und setzt gemeinsam ein Zeichen! Gebt dem Spiel einen würdigen Rahmen, denn das Team wird wieder alles geben, braucht dafür aber die volle Unterstützung seiner Fans.

Lasst uns gemeinsam das Viertelfinale feiern und die Mannschaft lautstark nach vorne treiben. Trotz der deutlichen Auswärtsniederlage gibt es viele Gründe, stolz zu sein: auf die starke Saison, den Einzug ins Viertelfinale und auch auf die Chance, ein drittes Spiel zu erzwingen.

Lasst uns die Halle vollmachen! Tickets für das Spiel gibt es wie gewohnt im Ticket-Shop der Hertener Löwen. Der Vorverkauf wird empfohlen. Die Mitteltribüne ist bereits ausverkauft und auch auf der Heimtribüne werden die Plätze zunehmend knapp.