Die nächste Herausforderung wartet. Nach dem erfolgreichen Achtelfinale der Playoffs in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB steht für die Hertener Löwen nun die nächste Runde an. Im Viertelfinale trifft das Team von Coach Singh auf Lok Bernau. Tip-off zum ersten Spiel der „Best-of-Three“-Serie ist am Donnerstag, 23. April 2026, um 20:00 Uhr in der Sparkassen-Arena Bernau.
Sowohl die Löwen als auch die Bernauer haben ihr Achtelfinale jeweils mit 2:0 für sich entschieden. Dabei haben die Bernauer klar ihre Ambitionen unterstrichen. Während sich Bernau als Tabellenzweiter der ProB Nord souverän gegen die Dresden Titans durchsetzen konnte und in beiden Spielen wenig anbrennen ließ, mussten die Löwen in ihrer Serie gegen die SV Fellbach Flashers deutlich härter arbeiten. In zwei intensiven und umkämpften Spielen setzte sich das Löwenrudel letztlich verdient durch.
Im Viertelfinale sind die Rollen somit klar verteilt. Der SSV Lok Bernau geht als Favorit in die Serie. Bereits in der regulären Saison trafen beide Teams zweimal aufeinander. Beide Duelle entschieden die Bernauer für sich (73:80 in Herten und 74:63 in Bernau). Dennoch bewegten sich die Löwen in beiden Spielen stets in Schlagdistanz, was Hoffnung auf eine spannende Serie macht.
Mit dem SSV Lokomotive Bernau wartet eines der ausgeglichensten Teams der Liga auf die Löwen. Als Kooperationspartner von ALBA Berlin profitiert der Club von einer spannenden Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielern.
Besonders auf den Guard-Positionen ist Bernau hervorragend besetzt. Mit Shawn Anthony Scott Ⅱ steht nach langer Verletzungspause in der Vorrunde schon seit längerem wieder der etatmäßige Aufbauspieler zur Verfügung. Gleichzeitig wurde Anthony Watkins, der ihn in seiner Abwesenheit vertreten hatte, weiter an den Club gebunden. Damit verfügen die Bernauer über gleich zwei spielstarke Akteure im Aufbau, die das Spiel lenken und nur schwer auszurechnen sind.
Auch insgesamt präsentiert sich das Team sehr ausgeglichen. Gleich vier Spieler punkten im Schnitt zweistellig, während zwei weitere Akteure nur knapp darunter liegen. Unter dem Korb wartet zudem eine physisch starke Centergarde um Akim-Jamal Jonah und Nachwuchstalent Nevio Bennefeld.
Für Herten geht es im Viertelfinale vor allem darum, befreit aufzuspielen. Mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht hat das Team bereits deutlich mehr erreicht, als die meisten im Vorfeld erwartet hatten. Entsprechend kann das Löwenrudel ohne großen Druck in die Serie gehen.
Dennoch ist klar, dass die Reise nach Bernau nicht erfolgt, um Geschenke zu verteilen. Die Löwen wollen den Favoriten ärgern und alles daransetzen, die Serie möglichst lange offen zu halten. Die Aufgabe könnte dabei kaum anspruchsvoller sein. Bernau zählt zu den offensivstärksten Teams der Liga, während die Löwen ihre Stärken traditionell in der Defensive haben. Es treffen somit zwei unterschiedliche Spielphilosophien aufeinander. Während die Berliner vor allem über ihre Variabilität und Offensivpower kommen, setzen die Hertener auf Intensität, Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit.
Statistisch bewegen sich beide Teams in vielen Bereichen auf ähnlichem Niveau. Die Löwen haben leichte Vorteile bei den Ballverlusten, während Bernau insbesondere beim Rebounding stärker einzuschätzen ist. Entscheidend wird sein, ob es den Löwen gelingt, die offensiven Stärken des Gegners einzudämmen.
Fans, die das Team vor Ort unterstützen möchten, können Tickets über den Ticket-Shop von Lok Bernau erwerben.
Für alle, die die Reise nicht antreten können, wird die Partie im Livestream bei SportEurope.TV übertragen.