Mit einer beeindruckenden Defensivleistung und einem furiosen Schlussviertel haben sich die Hertener Löwen im ersten Playoff-Spiel bei den SV Fellbach Flashers durchgesetzt. Beim 52:67-Auswärtssieg (18:14 • 9:12 • 18:15 • 7:26) legte das Team von Headcoach Robin Singh vor allem in den letzten zehn Minuten den Grundstein für den Erfolg und sicherte sich damit den wichtigen Heimvorteil in der Serie.
Die Partie begann aus Sicht der Löwen alles andere als optimal. Die Gastgeber aus Fellbach erwischten den besseren Start und setzten sich früh mit 5:0 ab. Auch in den folgenden Minuten taten sich die Hertener offensiv schwer und mussten nach vier Minuten sogar einem 8:0-Rückstand hinterherlaufen. Erst dann fand das Team besser ins Spiel. Angetrieben von einer deutlich verbesserten Defensive starteten die Löwen einen beeindruckenden Lauf und drehten die Partie zwischenzeitlich mit einem 12:0-Run auf 8:12. Doch Fellbach ließ sich davon nicht beeindrucken und konterte seinerseits. In einer insgesamt von Runs geprägten Anfangsphase gingen die Gastgeber mit einer 18:14-Führung in die erste Viertelpause.
Im zweiten Abschnitt bot sich ein ähnliches Bild. Fellbach startete erneut stark und stellte die Löwen vor allem in der Zone vor große Probleme. Die Hertener waren gezwungen, vermehrt aus der Distanz abzuschließen, fanden jedoch zunächst kaum ihren Rhythmus. Eine schwache Dreierquote unterstrich die offensiven Schwierigkeiten in dieser Phase. Nach dreieinhalb Minuten lag Herten mit 24:17 zurück. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Löwen immer mehr die Kontrolle – vor allem dank einer herausragenden Defensive. Die Gäste ließen im gesamten zweiten Viertel lediglich neun Punkte zu und kämpften sich Punkt für Punkt zurück. Zur Halbzeitpause war der Rückstand auf 27:26 geschmolzen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und defensiv geprägt. Beide Teams schenkten sich nichts, einfache Punkte waren Mangelware. Nach fünf Minuten im dritten Viertel lag Herten knapp mit 33:32 zurück, ehe sich Fellbach zwischenzeitlich leicht auf 38:33 absetzen konnte. Doch die Löwen hielten dagegen, kämpften um jeden Ball und ließen sich nicht abschütteln. Mit einem knappen 45:41-Rückstand ging es schließlich in die letzte Viertelpause.
Im Schlussabschnitt drehten die Löwen dann richtig auf. Mit einem starken Start übernahmen sie früh die Führung – 48:49 nach zwei Minuten bedeutete die erste Führung seit dem ersten Viertel. Getragen von einer nun überragenden Defensive und deutlich besseren Entscheidungen im Angriff kontrollierten die Hertener zunehmend das Geschehen. Mitte des Viertels erspielte sich das Team erstmals eine etwas komfortablere Führung (51:56), ehe in der Schlussphase endgültig die Entscheidung fiel. Fellbach fand offensiv kaum noch Lösungen gegen die aggressive Verteidigung der Löwen, während Herten konsequent seine Chancen nutzte. Am Ende stand ein verdienter 52:67-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel, der den Spielverlauf im Schlussviertel widerspiegelt.
Die Hertener Löwen gewinnen dank einer überragenden Defensivleistung und eines dominanten letzten Viertels verdient das erste Playoff-Spiel – am Ende ein wenig zu hoch. Besonders in der zweiten Halbzeit zeigte das Team eine klare Leistungssteigerung, agierte aggressiver zum Korb und fand immer bessere Lösungen im Angriff.
Neben der Defensive waren auch die Vorteile bei Ballgewinnen, Rebounds und Turnovern mitentscheidend für den Erfolg. Mit diesem Sieg sichern sich die Löwen den Heimvorteil und haben nun alle Trümpfe in der eigenen Hand.
Trainer Robin Singh zeigte sich nach der Partie hochzufrieden und stolz auf sein Team: „Es war das erwartete enge und sehr defensiv geprägte Spiel. Beide Teams waren hervorragend eingestellt und haben über weite Strecken sehr gut verteidigt. Entscheidend war, dass wir in der zweiten Halbzeit aggressiver zum Korb gezogen sind und bessere Lösungen gefunden haben. Am Ende hatten wir auch physische Vorteile – Fellbach wirkte etwas müder als wir. Ein besonderes Lob geht an Gilbert und Tarik. Beide kamen von der Bank und haben sofort Energie gebracht. Das war ein wichtiger Faktor für unseren Sieg.“
Wer das Spiel nicht live verfolgen konnte, hat wie gewohnt die Möglichkeit, die Partie auf SportEurope.TV anzuschauen.
Das zweite Spiel der Best-of-Three-Serie ist ein Heimspiel und findet am kommenden Freitag, 17. April 2026, um 20:00 Uhr in der Rosa-Parks-Halle statt. Gewinnen die Löwen auch dieses Spiel, stehen sie im Viertelfinale der Playoffs. Im Falle einer Niederlage kommt es am Sonntag in Fellbach zum Entscheidungsspiel.
Wer noch keine Eintrittskarte hat, sollte sich schnell eine besorgen, denn die Haupt- und die Heimtribüne sind bereits fast ausverkauft. Die aus dem Hauptrundenfinale gegen Schwelm bekannte „Reihe 0“ in den Blöcken B und C ist auch beim Spiel gegen Fellbach wieder verfügbar.