Löwen müssen Rückschlag hinnehmen

72:77-Niederlage gegen die BSW Sixers (13:23 • 20:22 • 19:17 • 20:15)

Löwen müssen Rückschlag hinnehmen

Die Hertener Löwen haben am Sonntag eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen die BSW Sixers aus Sandersdorf unterlag das Team von Headcoach Robin Singh nach einer intensiven Partie mit 72:77 (13:23 • 20:22 • 19:17 • 20:15). Vor allem ein schwaches 1. Viertel und ungewohnt niedrige Wurfquoten machten es dem Löwenrudel schwer, früh in die Partie zu finden. Trotz einer starken Aufholjagd in der Schlussphase reichte es am Ende nicht mehr, das Spiel komplett zu drehen.
Zusätzlich musste Herten im Verlauf der Partie einen weiteren Rückschlag verkraften. David Ewald verletzte sich nach einem harten Foul im zweiten Viertel und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen.

Spielverlauf

Beide Teams starteten zunächst konzentriert in die Begegnung. In den ersten Minuten bestimmten vor allem die Defensivreihen das Geschehen, einfache Punkte waren auf beiden Seiten selten. Die Gäste aus Sandersdorf fanden jedoch schneller ihren Rhythmus und übernahmen früh die Kontrolle über die Partie. Während die Sixers ihre Chancen konsequent nutzten, taten sich die Löwen offensiv schwer. Nach vier Minuten lagen die Hertener bereits mit 2:7 zurück. Auch in der Schlussphase des ersten Viertels fanden die Löwen nur schwer Lösungen gegen die aggressive Verteidigung der Sixers. Zur ersten Viertelpause lag Herten folgerichtig mit 13:23 zurück.

Im zweiten Abschnitt blieb das Bild zunächst unverändert. Sandersdorf präsentierte sich weiterhin treffsicher und verteidigte intensiv. Bereits nach drei Minuten lief Herten in Gefahr vorentscheidend zurückzuliegen, als die Gäste ihre Führung auf 15:28 ausbauen konnten. Doch die Löwen zeigten Moral und kämpften sich zurück. Mit mehr Energie in der Defensive und besserem Zug zum Korb verkürzte das Team zwischenzeitlich auf sechs Punkte. Nach sieben Minuten stand es nur noch 29:35 – die Partie schien wieder offen.

Die Phase wurde jedoch von einer unschönen Szene überschattet. Nach einem überharten Foul verletzte sich David Ewald und musste das Spiel vorzeitig beenden. Sandersdorf nutzte die Unruhe und stellte den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder zweistellig. Mit einem 33:45 aus Sicht der Löwen ging es in die Kabinen.

Löwen kommen verbessert aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel kamen die Löwen deutlich wacher aus der Kabine. Nun nahm die Singh-Fünf die physische Spielweise der Gäste besser an und fand zunehmend Zugriff auf die Partie. Mit mehr Intensität in der Verteidigung und besseren Entscheidungen im Angriff verkürzten die Hertener nach rund fünfeinhalb Minuten im dritten Viertel auf 49:54. Das Momentum schien jetzt erstmals auf Seiten der Gastgeber zu liegen. Doch die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Ein 8:0-Lauf der Sixers stellte den alten Abstand wieder her. Zur letzten Viertelpause lag Herten mit 52:62 zurück.

Auch im Schlussabschnitt blieb die Partie intensiv und umkämpft. Die Gäste agierten weiterhin sehr physisch und nutzten ihre Möglichkeiten konsequent aus. Die Sixers verwalteten ihren Vorsprung zunächst clever, doch das Löwenrudel gab sich nicht auf und startete in der Schlussphase eine beeindruckende Aufholjagd. Punkt für Punkt kämpften sich die Gastgeber zurück ins Spiel. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Herten auf 67:73 und brachte die Halle zum Beben. Kurz darauf, rund eine Minute vor Schluss, waren die Löwen plötzlich wieder bis auf einen Punkt herangekommen. Doch die Sixers fanden in der entscheidenden Phase die passenden Antworten und sicherten sich letztlich einen verdienten 72:77-Auswärtserfolg.

Fazit

Die Sixers bereiteten den Löwen mit ihrer guten Defensive und harten Spielweise phasenweise große Probleme. Herten fand insbesondere in der ersten Halbzeit keinen Zugriff auf das Spiel und tat sich schwer, sich auf die Linie der Schiedsrichter einzustellen.

Ein schwaches erstes Viertel, unterdurchschnittliche Wurfquoten (bei den 2-Punkte-Würfen) sowie insgesamt 18 Ballverluste erwiesen sich als zu große Hypothek. Trotz einer starken Moral und einer späten Aufholjagd mussten sich die Löwen am Ende verdient geschlagen geben.

Stimme zum Spiel

Headcoach Robin Singh zeigte sich nach der Partie selbstkritisch, würdigte aber auch die Leistung des Gegners:
„Glückwunsch an die Sixers – sie haben sich den Sieg erarbeitet und einen großartigen Fight geliefert. Unsere erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben die Physis nicht angenommen und sind nicht konsequent genug zum Korb gezogen, besonders im ersten Viertel. In der zweiten Hälfte haben wir das deutlich besser gemacht und sind aggressiver zum Korb gezogen und haben unsere Chancen konsequent genutzt.
Für uns gilt es nun, das Team wieder aufzubauen und den Fokus auf das nächste schwere Spiel in Rostock zu richten.“

Link zum Spiel

Wer das Spiel nicht live verfolgen konnte, hat jetzt wieder die Möglichkeit, es auf SportEurope.TV anzuschauen.