Die Hertener Löwen haben ihr Auswärtsspiel bei den Itzehoe Eagles deutlich mit 74:57 (16:17 • 18:16 • 21:12 • 19:12) verloren. Über weite Strecken der ersten Halbzeit lieferte sich das Team von Trainer Robin Singh noch eine ausgeglichene Partie mit den Gastgebern. Nach dem Seitenwechsel übernahmen jedoch die Eagles zunehmend die Kontrolle und entschieden das Spiel mit einer starken zweiten Halbzeit letztlich klar für sich. Besonders das letzte Viertel entwickelte sich aus Sicht der Löwen zu einer herben Enttäuschung.
Die Partie begann zunächst in einem eher ruhigen Rhythmus. Die Löwen versuchten von Beginn an, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und setzten auf eine intensive Defensive. Nach rund drei Minuten gingen die Hertener erstmals mit 4:6 in Führung und bauten diese kurze Zeit später auf 4:8 aus.
Die Eagles fanden jedoch nach einer frühen Auszeit besser in die Partie. Nach fünfeinhalb Minuten konnten die Eagles wieder die Führung übernehmen (9:8). Bis zum Ende des ersten Viertels entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel. Mit einer knappen 16:17-Führung für die Löwen ging es in die Viertelpause.
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel zunächst von intensiver Defense geprägt. Beide Teams ließen einige einfache Punkte liegen, sodass nach rund zweieinhalb Minuten lediglich ein 18:20 auf der Anzeigetafel stand. Auffällig war zudem die faire Spielweise beider Mannschaften – nach 13 Minuten Spielzeit standen lediglich zwei Fouls auf Hertener und vier auf Seiten der Eagles zu Buche.
Im weiteren Verlauf gelang es den Löwen, dem Spiel zunehmend ihren Stempel aufzudrücken. Mit konzentrierter Verteidigung und geduldig ausgespielten Angriffen setzten sich die Gäste Mitte des Viertels erstmals deutlicher ab. Nach etwa fünf Minuten lag Herten mit neun Punkten vorne (20:29) und hatte die Partie scheinbar unter Kontrolle.
Doch die Eagles kämpften sich zurück. Mit zunehmendem Druck in der Defensive und einem 14:1-Lauf drehten die Gastgeber das Spiel vor der Pause. Mit einer knappen 34:33-Führung für die Eagles ging es schließlich in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber einen perfekten Start. Drei schnelle Dreipunktewürfe innerhalb der ersten Minute sorgten dafür, dass Itzehoe erstmals zweistellig in Führung ging. Hertens Trainer Robin Singh reagierte sofort mit einer Auszeit, um den Lauf der Eagles zu stoppen.
Die Löwen zeigten anschließend Moral und kämpften sich noch einmal zurück ins Spiel. Vor allem Bryant Allen und Tim Elkenhans übernahmen Verantwortung und brachten ihr Team wieder näher heran und konnten den Rückstand zwischenzeitlich noch einmal auf 45:48 reduzieren.
Doch erneut wechselte das Momentum. In der Schlussphase des Viertels fanden die Löwen offensiv kaum noch Lösungen und ließen mehrere Würfe ungenutzt. Itzehoe nutzte diese Phase konsequent aus und baute den Vorsprung wieder aus. Mit einer Zehn-Punkte-Führung für die Eagles ging es schließlich in die letzte Viertelpause.
Das vierte Viertel begann für die Löwen denkbar schlecht. Offensiv fand Herten keinen Rhythmus mehr, während Itzehoe weiter das Tempo bestimmte. Bereits nach zwei Minuten lag der Gastgeber mit 61:45 deutlich vorne.
Die Eagles kontrollierten nun das Spielgeschehen und bauten ihren Vorsprung Schritt für Schritt weiter aus. Besonders bitter aus Sicht der Löwen war, dass sie in den ersten sechs Minuten des Schlussabschnitts keinen einzigen Punkt erzielen konnten. Dreipunktewürfe fanden nicht mehr ihr Ziel, und auch aus dem Spiel heraus fehlten die Lösungen gegen die aggressive Defensive der Gastgeber.
Spätestens beim Stand von 65:47 rund dreieinhalb Minuten vor Schluss war die Partie entschieden. Itzehoe spielte die verbleibende Zeit souverän herunter und sicherte sich am Ende einen klaren 74:57-Erfolg.
Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mussten die Hertener Löwen in Itzehoe eine deutliche Niederlage hinnehmen. Während die Mannschaft defensiv lange gut dagegenhielt, verlor sie nach der Pause zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Besonders das schwache vierte Viertel nahm den Gästen endgültig jede Chance auf ein Comeback. Jetzt gilt es, die Partie schnell abzuhaken und in der kommenden Woche wieder anzugreifen, um weiterhin im Kampf um Platz sechs konkurrenzfähig zu bleiben.
Trainer Robin Singh analysierte die Partie nach dem Spiel kritisch und sah vor allem in der zweiten Halbzeit die entscheidenden Faktoren für die Niederlage: „In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht und unser Spiel gut durchgezogen. Wir haben das Tempo kontrolliert und defensiv sehr ordentlich gearbeitet. Nach der Pause hat Itzehoe den Druck jedoch deutlich erhöht und wir haben uns den Schneid ein Stück weit abkaufen lassen. Vor allem physisch haben wir das Spiel nicht mehr angenommen und in den entscheidenden Phasen hat uns die nötige Härte gefehlt. Dazu kamen Probleme beim Rebound und offensiv haben wir zu sehr auf den Dreipunktewurf gesetzt, anstatt weiter konsequent zum Korb zu ziehen. Insgesamt haben wir in der 2. Halbzeit ein wenig die Struktur verloren, da hat der krankheitsbedingte Ausfall von unserem Starting Point Guard (David Ewald) auch sein Übriges dazu getan.“
Wer die Partie nicht live verfolgen konnte, hat wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel auf SportEurope.TV noch einmal anzuschauen.