Löwen legen nach der Pause einen Zahn zu und schlagen Neustadt mit 80:60

Starke zweite Halbzeit sichert den deutlichen Sieg am Sparkasse-Vest-Spieltag

Löwen legen nach der Pause einen Zahn zu und schlagen Neustadt mit 80:60

Die Hertener Löwen haben ihr Heimspiel am Samstagabend gegen die TSV Neustadt temps Shooters am Ende klar mit 80:60 (24:17 • 19:22 • 21:9 • 16:12) für sich entschieden. Vor gut gefüllten Rängen herrschte eine großartige Stimmung in der Halle. Dazu trugen auch die Einlaufkinder des SV Westerholt bei, die mit einer größeren Unterstützergruppe angereist waren. Am Sparkasse-Vest-Spieltag tat sich die Singh-Fünf zunächst schwer, legte nach dem Seitenwechsel jedoch deutlich zu und setzte sich dank einer überragenden Defensivleistung in der zweiten Halbzeit verdient durch.

Spielverlauf

Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams brauchten einige Minuten, um Zugriff auf das Spiel zu bekommen, sodass sich ein enges Spiel entwickelte. Nach fünf Minuten führten die Löwen knapp mit 11:10, ehe Neustadt kurz darauf erstmals in Führung ging (11:12). In dieser Phase agierten die Gastgeber defensiv zu unaufmerksam und ließen einfache Abschlüsse der Gäste zu. Eine Auszeit brachte die Wende. Herten zeigte sich danach deutlich konzentrierter, erzwang Ballgewinne und sicherte sich einen wichtigen Offensivrebound. Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Löwen nun die Kontrolle und setzten sich bis zur ersten Viertelpause auf 24:17 ab.

Im zweiten Abschnitt schien Herten zunächst weiter die Oberhand zu behalten. Bereits nach drei Minuten betrug der Vorsprung erstmals zehn Punkte (29:19). Doch das Spiel wurde in der Folge etwas zerfahren. Die Gäste aus Neustadt erhöhten den Druck, agierten aggressiver und brachten die Löwen aus dem Rhythmus. Herten verlor kurzzeitig die Linie, Neustadt nutzte diese Phase konsequent und verkürzte den Rückstand bis auf einen Punkt (35:34). Angeführt vom starken Jelovcic, der zur Halbzeit bereits 19 Punkte und sechs Rebounds auf dem Konto hatte, hielten die Shooters die Partie offen. Die Löwen fingen sich jedoch rechtzeitig, kämpften sich zurück und stellten bis zur Pause wieder auf 43:39. Das Spiel war vollkommen offen.

Starke Defense nach dem Seitenwechsel

Nach der Pause schalteten die Löwen noch einen Gang höher, spielten aggressiver und erhöhten nun ihrerseits den Druck. Die ersten Minuten verliefen zwar punktearm, doch dann legten die Gastgeber den Schalter um. Mit hoher Intensität in der Defensive und konzentrierten Offensivaktionen setzte sich Herten Schritt für Schritt ab. Drei schnelle Dreier von Faton sorgten erneut für eine zweistellige Führung (49:39). Anschließend wurde die Partie zunehmend hektischer, geprägt von vielen kleinen Fouls. Die Löwen ließen sich davon jedoch nicht beirren und nutzten diese Phase, um das Spiel endgültig an sich zu reißen. Nach sieben Minuten führten die Gastgeber bereits mit 57:43. Neustadt gelang im gesamten dritten Viertel nur wenig, insbesondere Topscorer Jelovcic wurde von der Hertener Defensive weitgehend aus dem Spiel genommen. Mit einem 64:48 ging es in die letzte Viertelpause.

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Löwen das Geschehen souverän. Zwar erlaubten sich die Gastgeber zwischenzeitlich kleinere Unkonzentriertheiten, die Neustadt noch einmal zu einem kurzen Zwischenspurt nutzte, doch nach einer weiteren Auszeit übernahm Herten wieder vollständig die Kontrolle. Die Löwen spielten die Partie konzentriert herunter und bauten den Vorsprung bis zum Ende auf 80:60 aus.

Fazit

Der Schlüssel zum Erfolg war eine starke Defensivleistung des kompletten Teams, speziell in der zweiten Halbzeit. Die Löwen erlaubten Neustadt nach der Pause lediglich 21 Punkte und nahmen deren offensiven Rhythmus vollständig aus dem Spiel. Gleichzeitig präsentierte sich Herten offensiv äußerst effizient, wobei speziell Faton Jetullahi und Christian Hinckson herausragten. Während Faton besonders nach dem Seitenwechsel heiß lief und vier seiner sechs Dreierversuche traf, punktete Christian über das ganze Spiel hinweg gleichmäßig und war bester Werfer auf Hertener Seite. Insgesamt gesehen war es ein rundum gelungener Auftritt des Löwenrudels, das erneut als geschlossenes Team überzeugte.

Stimme zum Spiel

Trainer Robin Singh zeigte sich nach der Partie hochzufrieden, zollte aber auch dem Gegner Respekt: „Auch wenn das Ergebnis recht deutlich aussieht, war es lange ein hart umkämpftes Spiel. Neustadt hat uns zeitweise vor große Probleme gestellt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine überragende Defense gespielt und offensiv einen echten Sahnetag erwischt, mit einer beeindruckenden Trefferquote von 46 Prozent von der Dreierlinie. Besonders gefreut hat mich, wie unsere Rotationsspieler ihren Job gemacht haben. Wir gewinnen immer als Team – das ist unsere Philosophie und unsere DNS. Das haben wir in den letzten Jahren immer wieder gezeigt und das ist auch der Grund für unseren aktuellen Erfolg.“
Wer die Partie nicht live verfolgen konnte, hat die Möglichkeit, das Spiel in voller Länge auf SportEurope.TV noch einmal anzuschauen.