Die Hertener Löwen haben am Samstagabend eine engagierte und kämpferische Leistung gezeigt, mussten sich bei den ETB Miners Essen jedoch am Ende mit 74:59 (19:10 • 21:22 • 20:15 • 14:12) geschlagen geben. In einem defensiv geprägten ProB-Spiel hielt das Team von Trainer Robin Singh lange dagegen, blieb offensiv jedoch glücklos und unterlag dem Spitzenreiter am Ende etwas zu deutlich.
Die Löwen überwintern damit auf einem hervorragenden Playoff-Platz, punktgleich mit dem Fünftplatzierten aus Neustadt.
Ohne Christian Hinckson (Rückenprobleme) reisten die Löwen zum Auswärtsspiel nach Essen. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, die von Defensivaktionen geprägt war. Der Start verlief entsprechend Punktearm. Nach vier Minuten stand es lediglich 2:4 aus Sicht der Gastgeber. In der Folge schlichen sich bei den Löwen jedoch einige Unkonzentriertheiten ein, die Essen konsequent nutzte. Die Miners übernahmen zunehmend die Kontrolle und erspielten sich nach 7:30 Minuten erstmals eine etwas größere Führung (12:6). Zur ersten Viertelpause lag Herten mit 19:10 zurück.
Im zweiten Viertel präsentierten sich die Löwen wieder stabiler. Mit aggressiver Defense und besserem Zugriff kämpfte sich das Singh-Team zurück in die Partie und verkürzte nach drei Minuten auf einen Zweipunkterückstand. Essen antwortete jedoch abgeklärt, blieb vor allem von der Freiwurflinie sicher und profitierte von einer hohen Foulbelastung der Gäste. So ging es mit einem 40:32-Rückstand für die Löwen in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Löwen nicht nach und versuchten weiterhin, den Rückstand zu reduzieren. Trotz gut herausgespielter Würfe fehlte jedoch auch weiterhin das Wurfglück. Essen nutzte dies eiskalt aus und stellte nach vier Minuten erstmals auf eine zweistellige Führung (45:34). Trotz großen Einsatzes der Hertener wuchs der Rückstand weiter an, sodass es mit 60:47 in das Schlussviertel ging.
Im letzten Abschnitt warfen die Löwen noch einmal alles in die Waagschale. Mit erhöhter Intensität in der Defensive kämpften sie sich Punkt für Punkt heran und verkürzten nach gut dreieinhalb Minuten noch einmal auf 62:54. Doch auch in dieser Phase trafen die Löwen die 3-Punkte-Würfe nicht, während Essen wichtige Treffer setzte und den Vorsprung letztlich souverän über die Zeit brachte. Am Ende stand eine 74:59-Niederlage.
Die Niederlage der Löwen war verdient, fiel jedoch etwas zu hoch aus. Ausschlaggebend waren vor allem die schwache Dreierquote sowie die hohe Foulbelastung und daraus resultierende 14 zusätzliche Freiwürfe für Essen. Positiv bleibt festzuhalten, dass Herten defensiv erneut überzeugte.
Trainer Robin Singh zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden mit seinem Team: „Die Mannschaft hat die taktischen Vorgaben nach der Pause viel besser umgesetzt. Leider fehlte uns heute die nötige Effizienz im Abschluss, um die Partie auch vom Ergebnis her ähnlich eng zu gestalten wie noch im Hinspiel.
Die letzten Wochen waren insgesamt sehr kräftezehrend, aber die Jungs haben trotz allem zum Jahresende noch einmal viel investiert und es dem Spitzenreiter extrem schwer gemacht. Essen in eigener Halle bei nur 74 Punkte zu halten, spricht für eine starke Defensivleistung. Offensiv war es heute bedauerlicherweise nicht unser Tag.
Nun gilt es die wohlverdiente Pause zu nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen.“
Wir wünschen allen Fans, Förderern, Sponsoren und ihren Familien frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Vielen Dank für die großartige Unterstützung. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Jahr 2026 mit Euch!