Die Hertener Löwen haben das letzte Spiel der Hinrunde erfolgreich gestaltet. In einer intensiven und defensiv geprägten Partie setzte sich das Team von Trainer Robin Singh am Samstagabend vor heimischer Kulisse knapp mit 61:58 (18:9 • 12:19 • 14:17 • 17:13) gegen den SC Rist Wedel durch. Mit diesem Erfolg schließen die Löwen die Hinrunde mit einer starken Bilanz von 7:6 Siegen auf einem hervorragenden sechsten Tabellenplatz ab – punktgleich mit dem fünftplatzierten Neustadt und mit bereits acht Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Die Löwen weisen damit eine Zwischenbilanz vor, die sämtliche Erwartungen übertrifft.
Beide Mannschaften mussten personelle Ausfälle verkraften. Während bei den Gastgebern Christian Hinckson fehlte, reisten die Schleswig-Holsteiner ohne Niklas Krause an.
Von Beginn an war spürbar, dass sich beide Teams erst finden mussten. Die Partie begann nervös, auf beiden Seiten schlichen sich einige Fehler ein und einfache Punkte blieben Mangelware. In der Schlussphase des ersten Viertels übernahmen die Löwen jedoch zunehmend die Kontrolle und setzten sich erstmals ab. Folgerichtig gingen die Gastgeber mit einer 18:9-Führung in die Viertelpause.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste deutlich aggressiver ins Spiel. Wedel erhöhte den Druck, während Herten offensiv kaum Lösungen fand. In den ersten sieben Minuten gelangen den Löwen lediglich vier Punkte. Die Wedeler nutzten diese Phase konsequent und holten Punkt um Punkt auf. Zur Halbzeitpause blieb den Gastgebern nur noch eine knappe 30:28-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen. Die Führung wechselte mehrfach, kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Mit zunehmender Spielzeit übernahm nun aber Wedel die Initiative und erspielte sich eine 35:41-Führung. Doch die Löwen kämpften sich zurück und verkürzten bis zum Viertelende auf 44:45.
Im Schlussabschnitt blieb es ein echter Krimi. Wedel hielt zunächst die knappe Führung und machte den Löwen das Leben weiter schwer. Erst drei Minuten vor Schluss gelang Herten die erneute Führung zum 55:54. In der entscheidenden Phase behielten die Löwen die Ruhe, verteidigten konzentriert und trafen jetzt die wichtigen Würfe. Fünf Sekunden vor dem Ende sorgte Faton Jetullahi mit zwei verwandelten Freiwürfen für die Vorentscheidung. Am Ende stand ein verdienter, wenn auch hart erarbeiteter 61:58-Erfolg.
Beide Teams lieferten sich eine intensive Defensivschlacht. Wedel unterstrich seine Reboundstärke, während Herten mit einem sicheren Spielaufbau überzeugte. Nur sechs Turnover gegen die aggressive Wedeler Defensive sprechen für sich. Die Löwen behielten am Ende die Nerven und konnten sich mit der Unterstützung der Zuschauer einen knappen, aber verdienten Heimsieg sichern.
Trainer Robin Singh zeigte sich nach der Partie zufrieden mit dem Ergebnis: „Ein großes Kompliment an die Gäste – sie haben uns mit einer hoch motivierten jungen Mannschaft einen großartigen Kampf geliefert. Man hat gesehen, dass hier zwei der defensivstärksten Teams der Liga aufeinandergetroffen sind. Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben – in unserem Fall waren es die Freiwürfe.“
Zum Schluss ein paar Fotos des Spiels…
Fotografen: Stefan Jurgeleit, Daniel Wewer, Karl-Heinz Beschmann, Klaus Preußer – Löwen-Media-Team